Arbeiten wir 50% unserer Zeit für gesinnungslose Spekulanten?

Der Wert der weltweit weitestgehend unreguliert gehandelten Finanzprodukte (Derivatewert 400 Billionen Euro) ist 10 mal höher als die jährliche Weltwirtschaftsleistung (40 Billionen Euro). 

Wenn - angenommen - die Derivate nur 5% Verzinsung erzielen und alles davon durch die Realwirtschaft gezahlt würde, dann müßten wir 20 Billionen Euro Zinsen (400 B€ * 5% = 20 B€) jährlich, also 50% unserer Wirtschaftsleistung, nur dafür aufbringen.

Natürlich ist es nicht ganz so, da der meiste Geldtausch innerhalb des Finanzmarkt stattfindet. Nur was ist, wenn der Markt kollabiert? Wenn es zu einer Finanzmarktkernschmelze kommt? Weil dieses gigantische Schneeballsystem sich untereinander nicht mehr vertraut? So wie bei der letzten Krise in 2008.

Hinweis: Die Bank of Amerika besitzt zweifelhafte Derivate im Wert von etwa 50 Billionen Euro. Und deren Management versucht gerade durch Bilanztricks die Steuerzahler bei einem "Ausfall/Unfall" dafür zahlen zu lassen. 

Damit ist die Weltgemeinschaft nicht mehr nur durch materielle Massenvernichtungswaffen (Atomwaffen) bedroht, sondern auch durch finanzielle Massenvernichtungswaffen (Finanzwaffen) bedroht. 

Seit 30 Jahren heißt es "Atomstrom - nein danke" oder "Atomwaffen - nein danke". Jetzt heißt es:

Unregulierter Derivatemarkt - nein danke" 

Finanzwaffen - nein danke!

für gut leben statt mehr haben

Herbert Haberl