Die Bank of America könnte bald die Finanzmarktkernschmelze und eine Weltwirtschaftskrise auslösen. Und ist dabei, das zu Lasten des Steuerzahlers abzuwenden. Natürlich hinter unser aller Rücken.

Vergangene Woche deckte die Nachrichtenagentur Bloomberg eine brisante interne Umbuchung auf: Derivate – jene Transaktionen, die letztlich Lehmans Untergang waren – wanderten aus den Büchern von Merrill Lynch in die Bücher jener Bankeinheit, die auch die Spareinlagen der Kunden hält. Diese Einheit ist durch den Einlagensicherungsfonds FDIC geschützt. Sollte die B of A ihren Verpflichtungen aus den Derivaten irgendwann nicht nachkommen können, müsste der FDIC einspringen. Ginge diesem – was wahrscheinlich wäre – das Geld aus, würde das Finanzministerium und damit der Steuerzahler zur Kasse gebeten. Die US-Notenbank als direkter Aufpasser hat den Transfer offenbar abgenickt.