Ich hatte bis Frühjahr 2012 einen Finanzmarktkernschmelze prophezeit. Wir stehen heute wieder kurz davor.

Hier meine Vorhersage vom Dezember. Ich rechne mit einem Scheitern des griechischen Schuldenschnitts, weiteren Insolvenzverschleppungsmaßnahmen und spätestens wenn Spanien/Portugal/Ungarn sich nicht mehr refinanzieren können und zeitgleich die wahrscheinliche EU-Wirtschaftsflaute eintritt, wird das jetzige Währungs- und Finanzsystem nicht mehr zu halten sein. Ich habe wirklich Sorge vor einem Scheitern und einem unkontrollierten Zusammenbruch des EU-Fiskalsystems.

Ich bin schockiert, dass unsere Staatenführer dieses Risiko zu Lasten ihrer Bürger eingehen. Die bisherigen Insolvenzverschleppungsmaßnahmen, die immer noch offenen Finanzmarktregulierungsvorhaben und die spekulative EZB-Geldvermehrung haben bisher nur den Machthabern, Banken und Vermögenden geholfen. Der Bürger wird dazu weder befragt noch hinreichend informiert. 

Damit kommen in 2012 die Finanz- und Demokratiekrise zusammen. Gar nicht auszudenken, wenn die Geldblasen platzen und die Systemschwächen zum Systemversagen werden.

Wir müssen dem Finanzmarkt endlich das Geldschöpfungsrecht nehmen und das EU-Gemeinwesen auf demokratisch legitimierte und finanziell solide Beine stellen sowie mit einem gerechten Steuersystem versehen:

Es geht um gut leben statt mehr haben

Herbert Haberl
Unternehmer und Aktivist für ökohumanes Tätigsein