Neue Geldordnung - weg mit dem Schuldgeldsystem!

Neue Geldordnung - weg mit dem Schuldgeldsystem!

  • am 06.02.2012 um 16:20 Uhr von Klaus Wichert erstellt
3780 Stimmen

Zur Begrenzung der ständigen Kredit- und Verschuldungsorgien sollte das Vollgeld (bzw. 100%ige Mindestreserve) eingeführt werden: Gelder, die auf ein Girokonto wandern, dürfen nicht weiter ausgeliehen werden. Man kann Geld alternativ auch weiterhin auf ein Sparkonto für eine bestimmte Zeit anlegen. Nur diese gesparten Gelder dürfen von Finanzinstituten als Kredite ausgeschenkt werden. Der Geldschöpfungsmultiplikator würde drastisch sinken, im Prinzip ginge nämlich jedem Kredit ein Sparprozess voraus. Gigantischen Schuldenbergen wäre ein Riegel vorgeschoben und die Zentralbank hätte zudem wieder eine echte Kontrolle über die Geldmenge.
Die meisten Menschen und Politiker haben nicht verstanden, dass in einem System mit Papiergeld Geld keine Ware, sondern ein vom Staat geschaffenes Rechtsinstitut ist. Mit § 123 EU-Vertrag haben sich die Euroländer den Kapitalmärkten unterworfen und somit die Probleme mit hervorgerufen, vor denen man jetzt steht.
Die Alternative lautet: Da Papiergeld immer ein öffentlich produziertes Gut aus dem Nichts ist, sollte die EZB den Staaten direkt (NICHT den Banken) und kostenlos frisches Zentralbankgeld in die Hand drücken und weder Tilgung noch Zins verlangen! Der Staat könnte das Geld durch Realinvestitionen in Bildung, Soziales oder Infrastruktur in Umlauf bringen. Der negativen staatlichen Investitionsquote wäre Einhalt geboten. Als Zuteilungsregel sollte das Geld in Abhängigkeit vom Potentialwachstum zugeteilt werden.

Der Vorschlag wurde folgenden Themen zugeordnet:

  • Wohlstand, Lebensqualität und Fortschritt

Kommentieren als

Kommentare: 17

  • Das Schuldgeldsystem führt dazu, dass es immer wieder kollabiert, durch das expotentielle Zinswachstum, wofür die Geldmenge fehlt. Die Realwirtschaft steht dann irgendwaan immer wieder in keinem Verhältnis zur (virtuellen) Geldmenge mehr und kann nur noch Blasen produzieren. Schuldenabbau ist unmöglich, die Schuld wird nur weitergereicht, denn Geld selbt im heutigen System eine Schuld. Das kann ja wohl nicht der Weißheit letzter Schluss sein, denn dieses System ist ein Fehler per se.
    am 22.04.2012 um 13:02 Uhr von Marvin (Gast) kommentiert
  • Ich unterstütze den Vorschlag >Neue Geldordnung - weg mit dem Schuldgeldsystem!< Ergänzend würde ich vorschlagen mit frischen Zentralbankgeld das Model im Vorschlag #4235 >Familienlandsitzsiedlungen für nachhaltiges, naturnahes Leben in den Regionen< zu fördern.Im natürlichen Wachstum der Pflanzen für eine gesunder Volksernährung und saubere Luft liegt echte Nachhaltigkeit. Dies sorgt auf Dauer für Wohlstand, Lebensqualität und Fortschritt".Das Model der Familienlandsitze wirkt der Landflucht entgegen und schafft Arbeitsplätze in der Landwirtschaft, im Erziehungs- und Bildungsbereich und unterstützt soziales Engagement. Auch werden in den Familien Kinder geboren, was die Geburtenrate des Landes hebt. Die Natur ist das allerbeste Beispiel für nachhaltiges Wirtschaften und effektives Wachstum. Die täglich Beschäftigung mit der Natur fördert die Innovationskultur in der Landwirtschaft z.B. in der weiteren Erforschung der Permakultur und der Bedeutung des Wasserhaushalts der Natur. Die multiplen Gestaltungsmöglichkeiten im Modell der Familienlandsitzsiedlungen können mit den in Deutschland vorhandenen urbanen und humanen Ressourcen und nur geringen Anfangsinvestitionen eine Vielzahl der gesellschaftlichen Probleme minderen. Dies sorgt für sich stetig verbessernde Demographische Entwicklung, Geburtenratensoziales, Arbeitsmarktentwicklung, soziales Engagement, Umweltbewußtsein, CO2-Bilanz, Nahversorgung . . . und sorgt für einen positive Investitionsquote.
    am 03.04.2012 um 22:54 Uhr von Thomas (Gast) kommentiert
  • Ich denke, dass das auf die Praxis übertragen nicht funktioniert.
    1. Wachstum ist nicht unendlich - viele gehen zwar davon aus, aber inflationsbereinigt deuten viele Anzeichen darauf hin, dass die Wachstumsphase in entwickelten Industriestaaten fast zum erliegen kommt. Japan ist in dieser Entwicklung aufgrund des Vorsprungs im Demographischen Wandel führend. Deutschland ist beispielsweise viiiel weiter entwickelt, als beispielsweise Lettland. Sollte Lettland daraufhin mit Geld überschwemmt werden, damit die Lebensverhältnisse sich anpassen? Die EU macht das im gewissen Maße sowieso schon. 10Mrd. € Wertwachstum in Deutschland sind viel weniger %-Wachstum als 2 Mrd.€ in Lettland. Was ist mit Staaten, die Negativwachstum haben? Müssen diese dann Geld geben, und deren Abwicklung wie bei einem insolventen Unternehmen managen? Daher sollte der Zuteilungsschlüssel anhand der Wachstumsaussichten nicht unbedingt festgemacht werden.
    Das Hauptproblem ist jedoch, dass wirtschaft nicht im gleichstrom funktioniert. In Krisenzeiten müsste der Staat mehr Geld investieren um die Krise zu durchbrechen und in normalen Zeiten sollte ein Puffer angebaut werden.
    => Staaten würden sich weiterhin von Finanzmarktteilnehmern mehr Geld leihen und es würde sich hier nicht viel ändern.
    Kommt laufend Geld aus einer Quelle in den Staatshaushalt rein, dann wird dieses Geld immer verplant werden und es wird noch mehr Geld ausgegeben. Es gilt in westlichen Demokratien viel zu viele Beispiele dafür.
    am 29.03.2012 um 09:48 Uhr von 11LooSeR1 kommentiert
  • Durch die neue Zuteilungsregel wäre die EZB nicht mehr die Bank der Banken, da sie als Dauerausputzer für Hauptrefinanzierungsgeschäfte nicht mehr zur Verfügung stünde. Man hätte auch das Problem eines einheitlichen Zinssatzes in Euroland gelöst. Denn frisches Geld wird ja nach länderspezifischem Wachstumspotential zugeteilt. Damit wird auch sichergestellt, dass die tüchtigen Länder belohnt werden, anstatt die Länder mit lockerem Zügel zu bezuschussen. Darüber hinaus würde das Entfallen der Staatsverschuldung eine Milderung der Reichtumskonzentration mit sich bringen. Denn zum einen stünde dadurch mehr Geld für öffentliche Güter zur Verfügung, weil die entfallene Bedienung des Schuldendienstes die Haushaltsspielräume vergrößerte. Und zum anderen fielen keine Zinseinnahmen durch den Besitz von Staatsanleihen beim oberen Viertel der Bevölkerung mehr an. Es bedürfte auch keiner Kontrolle der nationalen Budgets durch die EU-Kommission, keiner Eurobonds und keiner einheitlichen Wirtschafts- und Finanzpolitik. Man wäre unabhängig von den Attacken der Kapitalmärkte und den Urteilen privatwirtschaftlicher Ratingagenturen. Man wäre nicht mehr auf ein funktionierendes internationales Währungssystem angewiesen, welches nach wie vor in den Sternen steht. Trotz Schuldenbremse könnte eine Strukturpolitik für öffentliche Güter erfolgen. Die Geldzufuhr verliefe über den Realsektor. Der Spekulation auf den Finanzmärkten und der Prozyklizität durch Kreditkaskaden wäre ein Riegel vorgeschoben.
    am 28.03.2012 um 20:19 Uhr von Klaus Wichert kommentiert
  • Vorteile von Vollgeld: Das frische Geld ginge nicht an die Banken, die es dann auch nicht wie zurzeit für Spekulation oder Liquiditätsverbesserung anlegen könnten. Der nicht nur in Deutschland vorliegenden negativen staatlichen Investitionsquote wäre Einhalt geboten. Die USA, bei denen es in Grenzen eine solche Direktfinanzierung seit langem gibt, sollten hierbei allerdings nicht unbedingt als Vorbild dienen. Als Zuteilungsregel könnte vielmehr jedem Eurostaat Geld in Abhängigkeit von seinem Potentialwachstum (berechnet durch Bundesbank) zugeteilt werden. Im Falle Deutschlands betrug der Wert dieser Zuteilung z.B. in 2010 bei 3,5% Wachstum rund 70 Mrd. Euro! Diese sogenannte Seigniorage wird heute zu einem guten Teil von den Privatbanken im Prozess der Geldschöpfung eingesteckt, es merkt nur kaum jemand. Man hätte mit dem neuen Geldsystem also nicht nur keine Neuverschuldung, sondern einen Überschuss. Dann würden die Regierenden nicht mehr im Glauben sein, die Unterstützung der sozial Schwächsten weiter kürzen zu müssen.
    am 28.03.2012 um 20:19 Uhr von Klaus Wichert kommentiert
  • Ein weiterer Kommentar zur Alternative: Ich finde diese Alternative garnicht so realitätsfremd, wie einige vielleicht denken. Jedoch müssen die Zahlungen der EZB an die Staaten direkt begrenzt werden, anhand der Einwohnerzahl/BIP/oder andere sinnvolle Faktoren.
    Ich habe einen ähnlichen Vorschlag vor einigen Monaten bereits an Finanzminister/Bundesbank geschickt, der in etwa besagte, dass jeder EU Staat einmalig 60% seines BIP von der EZB geschenkt bekommt und die EZB stampft die Schulden ein. Quasi als sanfter Systemreset. ( Auszahlungszeitraum sei dahingestellt)
    Vergangende Sparsamkeit wird belohnt und alle Länder gleichbehandelt.
    Länder mit weniger als 60% Staatsverschuldung hätten Liquiditätsüberfluss und müssten investieren oder Geld als Dividende an die Bürger ausschütten und das würde die Konjunktur ankurbeln.
    Das Wichtigste hierbei ist jedoch, dass die Menschen ihren Wohlstand (Im Vergleich zu den Alternativen) behalten können. Die Altersvorsorge würde jedoch schwerer werden und müsste wieder mehr auf den Generationsvertrag gestützt werden. ( Bei der demografischen Entwicklung leichter gesagt als getan)

    Eines noch nebenbei: Das Grundproblem vom strukturellen staatlichen Defizit ist bei Vollgeld/Schuldgeld und Sonstiewiegeld immer gegeben: Wenn der Staat dauerhaft zuviel strukturelles Defizit macht, dann laufen alle Systeme aus dem Ruder.

    am 27.03.2012 um 15:14 Uhr von 11LooSeR1 kommentiert
  • Ich unterstütze diesen Vorschlag, auch wenn ich diesen nicht mal über 50% gutheißen kann.Die Hoffnung auf eine korrekte Diskussion über diese richtig beschriebende Problem lässt micht dennoch für diesen Punkt abstimmen.Im Endeffkt ist meiner derzeitigen Meinung nach das Vollgeldsystem für den Menschen unrealistischer/schlechter:Vorteile: Geld ist Geld, Altervorsorge lässt sich betreiben, System ist vielleicht eher stabiler und vielleicht eher gerechter als Schuldgeldsystem.Nachteile - Hauptkritik: Wer nichts hat(zB neugeboren, eingewandert) , muss sich einen Teil der Welt (Rohstoffe, Geld/Gold, wie auch immer) verdienen, damit er überleben kann.Folge1: Er bietet sich günstiger an als die Konkurrenz oder verschuldet sich in Hoffnung späterer Profite(durch Weiterbildung, technologischer Fortschritt etc.).Folge2: Die Preise für Dienstleistungen sinken bei gleichbleibenden Rohstoffpreisen, immer weniger Geld zirkuliert durch die Menschen, Deflation entsteht, Menschen mit Rohstoffen werden immer reicher, weil sie mehr menschliche Gegenleistung für ihren Reichtum bekommen.
    =>Es kommt kein Geld beim Menschen an und keiner kann sich mehr etwas leisten.
    =>Wohlstand sinkt.Nachteil Nebenkritik: Staaten halten sich in der Regeln nicht an Regeln, weil es immer GERADE JETZT NOTWENDIG ist Schulden zu machen.. zB wegen der sozialen Gerechtigkeit.
    Nicht zu unrecht, denn Menschen die nichts zu verlieren haben revoltieren gegen das System und der Wohlstand wird neu verteilt. (Systemreset)
    am 27.03.2012 um 14:57 Uhr von 11LooSeR1 kommentiert
  • @brandubh
    gerade Deflation ist das unwahrscheinlichste Szenario und wird meines Erachtens gerade NICHT entstehen!
    Mir scheint, sie haben den Vorschlag nicht richtig gelesen oder nicht verstanden.
    Weder Knappheit (Deflation) noch Überfluss (Inflation) an Geld sind hier zu befürchten. Insofern ist ihr Einwand völlig unverständlich.

    Die mit neuen Aufgaben versehene und von Regierung und Parlament unabhängige Zentralbank kann ja Geld in erforderlicher Höhe zur Verfügung stellen und in Umlauf bringen. Dies kann durch Überlassung an den Staatshaushalt für Investitionen oder verzinst (wie bisher) an das Bankensystem zur Weitergabe als Kredit an Wirtschaft und Privathaushalte geschehen.

    am 16.03.2012 um 10:15 Uhr von Fred (Gast) kommentiert
  • @ brandubh:

    Mir ist nicht bekannt, dass Griechenland ein Vollgeldsystem hat.

    am 16.03.2012 um 09:38 Uhr von Klaus Wichert kommentiert
  • Der obige Vorschlag ist ein 1a-Vorschlag für eine Deflation. Mit all ihren Folgen:
    Arbeitslosigkeit und Armut.
    am 16.03.2012 um 00:09 Uhr von brandubh (Gast) kommentiert
  • Ich unterstütze diesen Vorschlag, weil ich diese Veränderung in unserem Geldsystem für dringend notwendig erachte und diese genau den Kern des Problems trifft.

    Der Vorschlag ist klarer formuliert als der Vorschlag "Vollgeld statt Giralgeld".

    https://www.dialog-ueber-deutschland.de/DE/20-Vorschlaege/20-Wovon-Leben/Einz...

    am 24.02.2012 um 15:04 Uhr von Fred (Gast) kommentiert
  • Dies ist einen Vorschlag der dem Vorschlag von Prof. Joseph Huber, Klaus Karwat und monetative.de ganz ähnlich ist.
    Bitte unterstützen Sie diesen auch:
    https://www.dialog-ueber-deutschland.de/DE/20-Vorschlaege/20-Wovon-Leben/Einz...
    am 21.02.2012 um 08:24 Uhr von mz (Gast) kommentiert
  • Ja. Den Vorschlag unterstütze ich - auch wenn ich nicht die geringste Ahnung habe, wie man dieses System ohne Kollaps umstellen soll, weil die Rückzahlung der jetzigen (geschöpften) Schulden ja gar nicht möglich ist, ohne das Geld mit einem Schlag massiv zu entwerten!

    Ich komme immer wieder auf einen weiteren Gedanken darüber, was an unserem Geldsystem nicht stimmt:

    Ein Geldkreislauf kann doch nur funktionieren, wenn es nicht nur eine Untergrenze (Insolvenz), sondern auch eine entsprechende Obergrenze von Vermögen gibt! Ohne diese Obergrenze kommt das System immer wieder zum Kollaps und zum Leiden vieler, die wenig Mitsteuerungsmöglichkeiten haben. Warum soll man nicht das private Vermögen dort begrenzen, wo es eindeutig "unsozial" wird und eine Dominanz (Machtmöglichkeit) einnimmt, die mit dem Demokratiegedanken (gleiches Mitbestimmungsrecht für alle) nicht mehr in Einklang zu bringen ist.

    am 19.02.2012 um 11:04 Uhr von Jo (Gast) kommentiert
  • Das Problem ist nicht die Geldmenge bzw. wie diese emmitiert wird oder ob sie durch eine Wert (z.B. Gold) gedeckt ist. Wert ist immer relativ. Es gibt Inselstaaten die haben Muschelgeld. In Deutschland bekommen Sie dafür nichts als mitleidige Blicke.
    Was machen Sie, wenn sie alles Gold in den Tresoren der Bank haben und eine Computer oder ein Handy bauen wollen?
    Das Problem ist der Zins- das achte Weltwunder.
    Zins und Zinseszins ist eine e-Funktion, die Geldmenge wird dadurch hochgradig nichtlinear größer, das System Aufgelasen und letztlich unkonrollierbar.
    Schon mal drüber nachgedacht wieviel Geld übrig bleibt, wenn alle Schulden bezahlt sind?
    Um das Geldsystem am Laufen zu halten bedarf es immer Mal eines taktischen Resets, Schuldenschnittes, Jubeljahers, wie auch immer Sie das nennen... .
    Kurzfristig klappt auch eine Währungsreform. Die Zahlen werden kleiner, das Problem aber nicht.
    am 16.02.2012 um 19:07 Uhr von arti (Gast) kommentiert
  • Wir haben heute allerdings kein "Papiergeldsystem" mehr, in dem die Banken ihre Banknoten noch selbst drucken. Es ist eine Errungenschaft des 19. Jahrhunderts, dass die "Banknoten", also Papiergeld, nur noch staatlich emittiert werden dürfen.

    Bargeld, also Papiergeld und Münzen, spielt heute aber nur noch eine untergeordnete Rolle. Wir haben ein fraktionales Reservesystem, bei dem die Geschäftsbanken Sichtguthaben im Zuge ihrer Kreditvergabe durch einen einfachen Eintrag in den Büchern schöpfen: Kreditkonto an Kundenkonto. Schlichte Bilanzverlängerung also. Weiter nichts.

    Dieser von den Banken geschaffene Anteil an der Geldmenge M1 liegt heute im Euroraum bei etwa 90%. Will man aber die monetären Unsicherheiten und die finanzwirtschaftlichen Instabilitäten dieser unkontrollierten Geldschöpfung beseitigen, darf auch Giralgeld nur noch von einer staatlich autorisierten und möglichst gewaltenteilig unabhängigen Stelle emittiert werden.

    Das führt konsequenterweise dazu, dass die Girokonten aus den Bankbilanzen ausgegliedert werden. Dann nämlich können die Banken über dieses Geld nicht mehr verfügen, und es so auch nicht mehr selbst schöpfen. Erst wenn diese Gelder bei Banken bewusst angelegt werden, können Sie weiterverliehen werden.

    Sonst alles richtig! Der Vorschlag ist sehr zu begrüßen!

    am 11.02.2012 um 17:54 Uhr von Herlinde Schneider (Gast) kommentiert
  • Selbstverständlich haben wir heute kein "Papiergeldsystem" mehr, in dem die Banken ihre Banknoten noch selbst drucken. Es ist eine Errungenschaft des 19. Jahrhunderts, dass die "Banknoten", also Papiergeld, nur noch staatlich emittiert werden dürfen.
    Bargeld, also Papiergeld und Münzen, spielt heute aber nur noch eine untergeordnete Rolle. Wir haben ein fraktionales Reservesystem, bei dem die Geschäftsbanken Sichtguthaben im Zuge ihrer Kreditvergabe durch einen einfachen Eintrag in den Büchern schöpfen: Kreditkonto an Kundenkonto. Schlichte Bilanzverlängerung also. Weiter nichts.
    Dieser von den Banken geschaffene Anteil an der Geldmenge M1 liegt heute im Euroraum bei etwa 90%. Will man aber die monetären Unsicherheiten und die finanzwirtschaftlichen Instabilitäten dieser unkontrollierten Geldschöpfung beseitigen, darf auch Giralgeld nur noch von einer staatlich autorisierten und möglichst gewaltenteilig unabhängigen Stelle emittiert werden.
    Das führt konsequenterweise dazu, dass die Girokonten aus den Bankbilanzen ausgegliedert werden. Dann nämlich können die Banken über dieses Geld nicht mehr verfügen, und es so auch nicht mehr selbst schöpfen. Erst wenn diese Gelder bei Banken bewusst angelegt werden, können Sie weiterverliehen werden.

    Sonst alles richtig! Siehe auch www.monetative.de

    am 11.02.2012 um 17:38 Uhr von Klaus Wichert kommentiert
  • Um Missverständnissen vorzubeugen, seien die Formulierungen „Papiergeld“ und „Gelder, die auf ein Girokonto wandern, dürfen nicht weiter ausgeliehen werden“ hier noch etwas ausführlicher erläutert:
    Selbstverständlich haben wir heute kein "Papiergeldsystem" mehr, in dem die Banken ihre Banknoten noch selbst drucken. Es ist eine Errungenschaft des 19. Jahrhunderts, dass die "Banknoten", also Papiergeld, nur noch staatlich emittiert werden dürfen.
    Bargeld, also Papiergeld und Münzen, spielt heute aber nur noch eine untergeordnete Rolle. Wir haben ein fraktionales Reservesystem, bei dem die Geschäftsbanken Sichtguthaben im Zuge ihrer Kreditvergabe durch einen einfachen Eintrag in den Büchern schöpfen: Kreditkonto an Kundenkonto. Schlichte Bilanzverlängerung also. Weiter nichts.
    Dieser von den Banken geschaffene Anteil an der Geldmenge M1 liegt heute im Euroraum bei etwa 90%. Will man aber die monetären Unsicherheiten und die finanzwirtschaftlichen Instabilitäten dieser unkontrollierten Geldschöpfung beseitigen, darf auch Giralgeld nur noch von einer staatlich autorisierten und möglichst gewaltenteilig unabhängigen Stelle emittiert werden.
    Das führt konsequenterweise dazu, dass die Girokonten aus den Bankbilanzen ausgegliedert werden. Dann nämlich können die Banken über dieses Geld nicht mehr verfügen, und es so auch nicht mehr selbst schöpfen. Erst wenn diese Gelder bei Banken bewusst angelegt werden, können Sie weiterverliehen werden.
    am 09.02.2012 um 18:51 Uhr von Klaus Wichert kommentiert

Teilen Sie auch Ihren Freunden mit, dass Sie diesen Vorschlag gut finden: E-Mail senden