Solange Europa nicht weiß, was es retten will, wird es nichts retten. Die Finanzmarktkernschmelze und das EU-Ende haben begonnen. Es wäre vermeidbar gewesen.

Die Frage ist, was Europa retten will: Die Banken, den Euro, die Europäische Union als Ganzes, die EU in neuen Grenzen, die Gerechtigkeit, den Außenhandel, die Binnennachfrage, den Frieden, das Geld, die Ehre, das Rechthaben, das Vermögen der Vermögenden, das Vermögen der Sparer, die Finanzierung der Unternehmen, die Rendite der Geldanlagen, die Arbeitsplätze, die Beziehungen zu China und USA, die Lügen über die Schulden und Verpflichtungen, die Lobbykraten, die Konzerne, die Demokratie, die Bürger, ….

Tja. Wer weiß, was die Eliten wollen. Jedenfalls ziehen sie nicht an einem Strang und deshalb bleibt nur eine Schlussfolgerung: Die EU ist tot, es lebe die EU. Fragt sich nur, wie lange und wie schmerzhaft die "verlorene Zeit" für die EU-Bürger und die Weltwirtschaft sein werden, bis die EU mit einer neuen Verfassung wieder erblühen wird. Denn ein zurück in Nationalstaaten und gegenseitige Schuldzuweisung sowie Ausgrenzung käme einer Selbstzerstörung gleich. Aber auch darin ist Europa ja geübt. 

Irgendwie erinnert mich das Ganze an den "Untergang des Abendlands" von Oswald Spengler: anbei als PDF zum selber lesen. Ist etwas lang und schwierig, aber sehr erhellend. 

Nicht nur Menschen, auch Staaten, haben ihren Lebenszyklus, ihr Werden und Vergehen und ihr neu Entstehen.

Traurig nur, das so viel Leid hätte vermieden werden können, wenn die Eliten sich hätten einigen können, aber diese haben halt bisher nur eines gelernt oder sind per Vertrag dazu verdammt: "Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht". Menschen lernen aus Einsicht oder Katastrophen; Staaten offenbar nur aus Katastrophen. 

Es geht diesen offensichtlich nicht um allgemeine Zufriedenheit in einem menschlichen und gerechten Europa. Mir schon. Und es wäre mir einiges wert. 

Ein trauriger Mai im Jahre 2012.

Herbert Haberl
Unternehmer und Aktivist für ökohumanes Tätigsein

Kulturimpuls Innovative Mitte
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