Statt einer Lösung der EU/Euro-Krise sehe ich mutlose Täter, die sich als Retter geben

Statt einer Lösung der EU/Euro-Krise sehe ich mutlose Täter, die sich als Retter geben, ohne zugeben zu wollen, dass sie Opfer der Geister sind, die sie riefen: schuldenfinanziertes, exponentielles, gesinnungsloses Wachstum als Garant für Wohlstand und Gerechtigkeit. Ich bin müde, den x-ten Beschluss der "EU-Retter" zu hören, der entweder während der Krise nicht umgesetzt wird oder erst nach der Krise umgesetzt werden kann. Ich sehe die gute Absicht, nur mir fehlt der Glaube. Bisher galt es auch schon als ausgemacht und vernünftig, die Staatshaushalte solide zu führen. Und ich kenne bisher keinen Staatshaushalt der sich an eigene Regeln geschweige denn an die wieder mal hochgepriesene Vernunft gehalten hätte. Und überhaupt: Was heißt den "nicht mehr als 0,5% Defizit"? Also man darf weiter "ein bisschen Neuverschuldung" machen und muss keine Schulden abbauen? Und was ist eigentlich mit der Regulierung des Finanzsystems? Ist das plötzlich nicht mehr wichtig? Kann mir dass einer mal alles erklären? Mein Gefühl sagt mir, wir sehen nur die Hilflosigkeit von Tätern, die sich als Retter geben ohne zugeben zu wollen, dass sie Opfer ihrer Politik sind. Da haben sich einige den Ast auf dem saßen abgesägt und solange sie fallen, rufen sie: "Wir sind auf dem Weg der Rettung, noch haben wir Zeit, die Krise zu lösen. Und eines ist klar: Fliegen lernen ist keine Lösung."