USA Bankrott? Und nun? - Oder: Was unterscheidet den August 1990 vom August 1982 vom August 2011 vom August 2050?

Betreff: USA pleite? Und nun? - Oder: Was unterscheidet den August 1982 vom August 1990 vom August 2011 vom August 2050?

An alle Staaten- und Wirtschafts-Lenker, 

was unterscheidet den August 1990 vom August 1982 vom August 2011 vom August 2050? 

Nun, eigentlich nur eins: Die Folgeschäden der Pleite eines Staats oder einer Staatengemeinschaft werden immer größer. Ansonsten nix Neues. Nix dazugelernt.

Gleich blieb: Jedes mal gab es einen kreditfinanzierten Wirtschaftsboom der mit der Pleite eines Staates bzw. Staatengemeinschaft endete, weil "vollkommen überraschend" zur Schuldenkrise weitere Krisen hinzukamen. Zur Auswahl standen da neben den Finanzkrisen noch Demographie-, Energie-, Umwelt- und Gesellschaftskrisen - oder halt gleich mehrere zugleich.

Nur die Folgeschäden daraus waren unterschiedlich: In 1990 war der Schaden lokal (Japan), in 1982 regional (Lateinamerika), in 2011 ist er international gewesen (USA, EU) und 2050? Global.

Hier nun genauer - in der Reihenfolge des Schadenumfangs – aus der Sicht eines Menschen im Jahr 2050:

  • In 1990 war Japan pleite und da es fast nur bei seinen Bürgern verschuldet war, blieb die der Finanzkrise folgende Wirtschaftskrise lokal begrenzt. 
  • Die 90er nennt man Japans verlorenes Jahrzehnt. 
  • Und nachdem nun in 2010 "überraschend" noch eine Umwelt- und Energiekrise dazu kommen (Erdbeben/Tsunami und Fukushima), ist die Krise Japans nicht kleiner geworden. 
  • Erst mal half die starke Wirtschaft und Gesellschaft. Aber nach ein paar weiteren Erdbeben und Energiekrisen war Japan auch pleite. Aber der Rest der Welt kam auch ohne dieses Inselvolk zurecht.
  • In 1982 war Mexiko pleite und da es regional verschuldet war, wurden damit die Krise Lateinamerikas und diverse politische Umstürze eingeleitet, heute das "verlorene Jahrzehnt Lateinamerikas" genannt. Aber die großen Machtblöcke kamen auch ohne diese Region zurecht. Lateinamerika wurstelt sich durch - bis heute.
  • In 2011 ist USA pleite und nach versuchter Insolvenzverschleppung machten diverse "vollkommen überraschend" auftretende Finanz-, Energie- und Umweltkrisen die USA wieder zum Inselvolk und das daran gekettete westliche Staatensystem prekär. Aber die asiatischen und orientalischen Machtblöcke kamen auch ohne USA zurecht. Europa wurstelte sich durch. Nur die Demokratie wird zugunsten einer Lobbykratie massiv abgebaut. 
  • In 2050 ging die Welt pleite, weil 10 Milliarden Menschen und deren unverändertes Verhalten zu globalen Finanz- und dann Wirtschaftskrisen führte - eingeleitet durch einige regionale Gesellschaftskrisen wie z.B. 2010 in Nordafrika. Und weil "vollkommen überraschend" noch ein paar Krisen auftraten, ging der Menschheit nach dem Geld die Natur aus: Demographie- und Gesellschaftskrisen (populate everything, monopolize everything, at least try), Umwelt- und Energiekrisen (peak everything; pollute everything; ignore everything). 
  • Aber die Welt kommt auch ohne uns zurecht. 
  • Und das alles nur aufgrund mangelnder Lernfähigkeit und der Gnadenlosigkeit menschlicher Fehleinschätzung. Oder anders gesagt. Weil wir mehrheitlich immer noch keine mündigen Bürger sind und auf uns selbst mehr Rücksicht nehmen als auf die Mitmenschen und die Natur als Ganzes.

    Und wenn Sie jetzt glauben, ich wäre zu pessimistisch, dann täuschen Sie sich. Erst wird nicht so kommen. Denn wir Bürger haben von einem genug Reserven - noch für viele Jahrhunderte, Menschen und Gemeinschaften. Unser Vorstellungsvermögen. Wir wissen, wie Gemeinschaften innerhalb sozialer oder natürlicher Grenzen gelingen - wir nennen das Familie. Und wir werden lernen, dieses Erfolgsmodell auf die Welt zu übertragen. Empathie, Kooperation, …. na, ihr wisst schon, ihr habt ja auch Familien. Macht die Rechte und Regeln gelingender Beziehungen zur Maxime globaler wirtschaftlicher und kultureller Beziehungen.

    Ach so - ihr wisst nicht, welche Regeln auf globaler Ebene sein könnten - macht nix. Fragt uns Bürger. Es beginnt mit Menschenrechten, Menschenpflichten (Humanität) und Konsensdemokratie. An weiteren arbeiten wir gerade. Was ich davon weiß, schreibe ich in meine Bürgerinitiative "Innovative Mitte".

    Und immer dran denken: Es geht um gut leben statt mehr haben