Wohlgefühl und sinngebende Beschäftigung für alle statt Arbeit und Wohlstand für alle

Die sozialen Sicherungssysteme tragen deshalb immer weniger, da sie auf der Idee bauen, es gäbe Wohlstand und Arbeit für alle ohne Rücksicht auf Gemeingüter.

Doch Wohlstand (Gewinn) kann durch Innovation und einhergehender Rationalisierung mit immer weniger menschlicher Arbeit erzeugt werden - Maschinen übernehmen Arbeitsleistungen und Computer übernehmen Dienstleistungen. So kommt es unweigerlich zu immer mehr Menschen in unsicheren oder arbeitslosen Lebensverhältnissen. Und der Wohlstand fußt auf den Verbrauch von Gemeingütern über ein verantwortbares Maß hinaus - unser Verbrauch zerstört unsere Lebensgrundlagen.

Das alternative gesellschaftliche Versprechen könnte sein: Wohlgefühl und sinngebende Beschäftigung für alle, das Ganze finanziert über Verbrauchssteuern und gewährleistet durch ein bedingungsloses Grundeinkommen. Eine vorurteilsfreie Betrachtung und erste praktische Umsetzungen zeigen: Es ist machbar!

Ich wünsche uns allen, dass wir diesmal nicht aus gesellschaftlichen Katastrophen lernen, sondern aus individueller Einsicht und Rücksichtnahme auf Mitmensch und Natur.

Wir brauchen nach der Aufklärung des 17./18. Jahrhunderts und damit dem Ausgang des Menschen aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit eine „zweite Aufklärung“ mit dem Ausgang des Menschen aus der selbstverschuldeten Rücksichtslosigkeit.