Zur erschreckend hohen Schuldensituation - weltweit!

Der nachfolgende Artikel fasst die weltweite Schuldenlage in einer bisher kaum gesehener Klarheit und Aufrichtigkeit zusammen, siehe Spiegel "Studie zu globaler Kreditlast: Die Welt versinkt in Schulden".

Aber selbst das ist nicht die ganze Wahrheit! Deutschlands Staatsschulden werden mit 80% notiert. Dies sind aber nur die "expliziten" Schulden, also jene für der der Staat derzeit Zinsen zahlt. Nicht berücksichtigt sind die "impliziten" Schulden, d.h. jene finanziellen Verpflichtungen, die erst in der Zukunft zur Zahlung fällig sind, z.B. zukünftige Pensionsleistungen für die Beamten. Rechnet man alles dazu - also macht man eine so genannte Generationenbilanz, dann liegt die deutsche Staatsverschuldung 2014 bei 157% der Wirtschaftsleistung. Die gesamte Verschuldung von Staat, Unternehmen und Bürgern beträgt also rund 340% der Wirtschaftsleistung. 

Das Fazit ist einfach: Ein solche Schuldenlast kann und wird keine Gesellschaft zurückzahlen. Auch weil damit das Geld (also die Geldmenge, die wir wirtschaften nötig ist) weg wäre, da ja Geld als Schuld (Buchgeld, Kredite) durch Geldschöpfung aus dem Nichts (Bilanzverlängerung) durch Banken in  die Welt kommt und wenn alle die Schulden bezahlen würden, hätten wir kein Geld mehr. Kaum zu glauben, aber wahr. 

Also ist eine "Platzen" der Schuldenblase nur eine Frage der Zeit. Wie und wann das geschieht bleibt abzuwarten. 

Aber das Problem ist auch lösbar und zwar durch eine Geldreform hin zu "Vollgeld von der Monetative". 

Bin gespannt, ob wir erst wieder aus Finanzcrashs, Wirtschaftskrisen, Währungsreformen oder ähnlich dramatischen Krisen lernen müssen oder ob wir zu aufrichtigen (Geld-) Reformen und internationaler Kooperation fähig sind. Momentan sieht es nicht danach aus. Aber wer die Hoffnung aufgibt, hat schon verloren. 

Herbert Haberl